Verfasst am: 29.10.2007, 22:47 Titel: Wohnmobile auf dem Vormarsch
Gerade habe ich es bei den News auf der Startseite gelesen. Die Zulassungen der Wohnmobile werden immer größer wobei die Zahlen bei Caravan stagnieren oder sogar zurück gehen.
Auch auf der Straße findet sich dieser Trend wieder. Ich sehe in der Urlaubssaison deutlilch mehr Mobile auf der Straße als Wohnwägen. Die Gründe sind mir jedoch nicht so klar.
Was meint Ihr, woran das liegt? Hang zum etwas höheren Komfort? Handhabung? _________________ Gruss
Schnick
Wir haben vor dem Kauf die Vor- und Nachteile des einen und anderen abgewogen.
Für Wohnmobil:
Einfacher zu fahren; mehr Zubehör zum autarken (wilden) Campen inbegriffen; eher im Trend; schneller auf der Autobahn, meist repräsentativer.
Für Wohnwagen:
Mehr Mobilität am Zielort; weniger Wartungsaufwand; mehr Platz bei gleicher Baugrösse; bedeutend preisgünstiger; passt gerade in unsere Einfahrt, Gaskasten befindet sich am sichersten Ort.
In unserem Lande werden Wohnmobile und Geländewagen nicht unbedingt wegen ihrer Zweckmässigkeit gefahren. Es geht hier auch um Vorbild und Nachahmung.
Ich gehe davon aus, dass gerade das unkomplzierte Fahren und die geringere Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn, neben eben der reinen Repräsentation, die Ursachen für den aktuellen Trend sind. Niederländer sind bekannt für ihren guten Bezug zur Praxis. Die meisten von ihnen fahren Wohnwagen. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
Die Zulassungen der Wohnmobile werden immer größer wobei die Zahlen bei Caravan stagnieren oder sogar zurück gehen.
...ich versteh' das auch nicht, haben die Leute zu viel Geld???
Grüße
Heidi
Nein ganz im Gegenteil, das Womo stellt sich auf lange Sicht billiger, da nur ein ganz geringer Teil Campingplätze anfährt, das heißt da in ihren Kreisen Freisteher.
Deshalb sind Gegende um Salzburg, Wien, Tirol, Südtirol, auch bei denen verhaßt, das dort gegen Freisteher vorgegangen wird.
Auch in Ungarn geht die Polizei gegen Freisteher vor.
Eigentlich ist das Freistehen in ganz Europa verboten, wird aber sehr oft toleriert.
Derhalb gibt es auch immer mehr Supermärkte, die nach Geschäftsschluß ihre Parkplätze abschließen.
Mein Freund hat einen kostenlosen Stellplatz in einen sehr schönen Gebiet.
Er braucht aber sehr viel Geld um den in Ordnung zu halten, er hat V+E, muß das Gras schneiden, wo viel Sprit dran geht, dafür hat er eine Spendenkasse.
Einer war 3 Tage dort, ging zur Spendenkasse, fuhr ab, mein Freund zeigt mir was er eingeworfen hallte 40 ct.
Ingrid ist hier eine löbliche Ausnahme. _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
Die Zulassungen der Wohnmobile werden immer größer wobei die Zahlen bei Caravan stagnieren oder sogar zurück gehen.
...ich versteh' das auch nicht, haben die Leute zu viel Geld???
Grüße
Heidi
Nein! Hier stellt sich doch erstmal die Frage: Ist es ein eigenes oder gemietetes WOMO und wie oft wird es für Übernachtungen genutzt? Oft ist es ein Rechenexempel – ich komme später darauf-, oder auch Profilierungswille.
Ich denke aber, dass dieses Thema sehr brisant ist und kann die Gemüter an- bzw. erregen.
Auch ich hatte schon mal mit der Anschaffung eines WOMO geliebäugelt doch glaube ich, dass die Anschaffung in den ersten Jahren einer Geldvernichtung gleich kommt.
Warum? Z,B. WOMO neu ca. 60T € nach einem Jahr, wegen Nichtgefallen durch Praxiserfahrung, verkauft. Verlust >= 10% = 6T € . WOWA gleicher Fall aber neu ca. 20T € aber nur 2T € Verlust.
Nun leihe ich mir ein WOMO für einen Sommerurlaub, meist neueste Modelle, für 20 Tage fallen Kosten von ca. 2400,-€ an. Keine zusätzlichen Steuern, Versicherungsprämien, Inspektions- Reparatur- und TÜV Kosten. Die 60T € lege ich zu 4% an.
Für die Anschaffung eines WOWA ist natürlich auch das Zugfahrzeug in Betracht zu ziehen.
Sicher sind Fahrten mit dem WOMO entspannter. Das schöne daran ist das unkomplizierte und spontane Einsteigen und Losfahren.
Auf den Punkt gebracht:
WOWA fahren hat Vor- und Nachteile.
WOMO fahren hat Vor- und Nachteile.
Doch beides lässt i.d.R. nicht auf einen sozialen Status schließen
In der vergangenen Sommerurlaubszeit hat ein WOMO/WOWA Händler aus der Nachbarstadt nach eigenen Aussagen 46 Mietverträge abgeschlossen. Dies noch am Rande benmerkt. _________________ Wer lesen kann ist oft im Vorteil.
Wer hilft dem wird auch geholfen.
Zuletzt bearbeitet von Wilfried_Ob am 30.10.2007, 18:11, insgesamt einmal bearbeitet
Ich hatte auch schon mal ein älteres Wohnmobil. Es war eine tolle Zeit!
Das Womo wurde häufig genutzt, von Wochenendfahrten bis zum Urlaub. Es ist auch sehr gut geeignet für Leute die nicht lange an einem Ort bleiben.
Natürlich gibt es ja auch Nachteile, aber mir hatte es gefallen.
Ein Statussymbol war mein Womo sicherlich nicht.
...ich versteh' das auch nicht, haben die Leute zu viel Geld???
Nein Heidi. die Banken und Finanzierungsgesellschaften haben's. Was bei uns in der Schweiz nicht so verbreitet ist, ist die Finanzierung des Freitzeitgefährtes. In D sind die Laufzeiten viel höher als in der Schweiz. Praktisch alle meine Bekannten in D haben ihr Womo oder sogar den Wowa geleast oder über Kredit finanziert. Sorry, ich würde ein Freizeitmobil niemals kaufen, wenn ich es nicht bar bezahlen könnte und ich kenne hier auch niemanden, der sein Fahrzeug auf Pump geholt hat. Andere Länder andere Sitten. _________________ Gruss aus Graubünden, der Ferienecke der Schweiz
Also ich kenne genügen Leute, die erst ein Wohnmobil hatten und nun zum Wohnwagen gekommen sind.
Da muss man aber sicherlich die persönlichen Umstände betrachten:
- Wohnmobil hat sich extrem verteuert wegen der neuen Steuer (viele Wohnmobile sind eben auch alte Kisten)
- Unbeweglicher am Urlaubsort (gerade mirt Kids ist das schwieriger, als im Wohwagen).
Ich denke auch, dass es kein Vor- bzw. Nachteil des Einen oder Anderen gibt. Beide Arten (und sogar das Zelt noch dazu) haben ihren Reiz.
Wenn ich z.B. später einmal mehr "Rumreisen" möchte, ist das Wohnmobil sicher die bessere Alternative. Wer weiss was noch kommt
Zur Zeit bin ich im Wohnwagen sehr zufrieden. Mag aber auch alle Wohnmobilfahrer! _________________ Gruss
Schnick
Ein wichtiger Aspekt ist hier noch gar nicht erwähnt worden. Viele Gemeinden investieren lieber in WOMO-Stellplätzen als in Campingplätze. Der Grund schlaue Statistiker haben heraus gefunden, dass WOMO-Fahrer pro Tag ca. 40,- Euro in der entsprechenden Gemeinde lassen, WOWA-Fahrer aber nur 25,- Euro.
Ich glaube viele WOMO's sind gechartert, besonders die nagelneuen Modelle. WOMO-Besitzer fahren ihre Gefährte häufig viele Jahre. _________________ --------------------------------------------------
Gruß aus OWL
Thomas
Ein wichtiger Aspekt ist hier noch gar nicht erwähnt worden. Viele Gemeinden investieren lieber in WOMO-Stellplätzen als in Campingplätze. Der Grund schlaue Statistiker haben heraus gefunden, dass WOMO-Fahrer pro Tag ca. 40,- Euro in der entsprechenden Gemeinde lassen, WOWA-Fahrer aber nur 25,- Euro.
Ich glaube viele WOMO's sind gechartert, besonders die nagelneuen Modelle. WOMO-Besitzer fahren ihre Gefährte häufig viele Jahre.
Nun, meine Camper - Laufbahn begann ich mit einem Womo. Ich muß sagen, Womo und Wowa - beide haben ihre Vor - und Nachteile. Finanziell ist die anschaffung eines Womo (ob neu oder gebraucht) kein billiges Vergnügen. Aber auch der Wowa kostet einiges. Denn auch beim Wowa gibt es Traumpreise: 30 - 40 T € und mehr............ noch die entsprechende Lokomotive dazu, dann ist die Traumreise perfekt
Aber zum Glück gibt es ja noch günstigere Angebote. _________________ Ciao
udocar
Lieber reich und gesund, als arm und krank.
www.dierollwaelderzugvoegel.de
Ein wichtiger Aspekt ist hier noch gar nicht erwähnt worden. Viele Gemeinden investieren lieber in WOMO-Stellplätzen als in Campingplätze. Der Grund schlaue Statistiker haben heraus gefunden, dass WOMO-Fahrer pro Tag ca. 40,- Euro in der entsprechenden Gemeinde lassen, WOWA-Fahrer aber nur 25,- Euro.
Ich glaube viele WOMO's sind gechartert, besonders die nagelneuen Modelle. WOMO-Besitzer fahren ihre Gefährte häufig viele Jahre.
Das halte ich für ein Gerücht.
Während die Wohnwagenfahrer auf einen Campingplatz fahren, lassen sie da schon mal ab 20 € an Platzgebühren, die mit Sicherheit in der Gemeinde bleiben.
Dazu kommt eben noch das Essen
Der Womofahrer stellt sich auf einen Stellplatz von Umsonst bis ein paar €.
Das meiste Geld gibt er aus für Sprit.
Klar, essen tut der auch, aber womit macht er die Campingplatzgebühren Wett? _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
"...ich versteh' das auch nicht, haben die Leute zuviel Geld???"
"Nein ganz im Gegenteil, das Womo stellt sich auf lange Sicht billiger, da nur ein ganz geringer Teil Campingplätze anfährt, das heißt da in ihren Kreisen Freisteher."
wir sind selbst jahrelang WoMo gefahren und in unserer Familie gibt's und gab's jede Art von (neuen) Wohnmobilen - vom Kastenwagen, Van, Alkoven und Teilintegrierten (mit großer Garage). Für das letzte neue Wohnmobil (kompakter Van mit Garage) hat mein Bruder letztes Jahr über 40000 Euro hingelegt. Z. B. hat unser WoWa 12000 Euro (neu-Ausstellungsstück) gekostet. Wenn man da die Differenz sieht - ist schon enorm...
Man muß so ein WoMo schon sehr sehr lange fahren und sehr sehr intensiv nutzen, damit es sich irgendwann auch nur annähernd rechnet. Deswegen verstehe ich die hohen Zulassungszahlen nicht.
Nur damit das nicht missverstanden wird, ich bin selbst gerne WoMo gefahren (allerdings bevorzuge ich persönlich einen WoWa), vergönne es auch jedem der damit seine Freude hat...
Der Womofahrer stellt sich auf einen Stellplatz von Umsonst bis ein paar €.
Das meiste Geld gibt er aus für Sprit.
Klar, essen tut der auch, aber womit macht er die Campingplatzgebühren Wett?[quote]
Campingplätze sind im Normalfall in privater Trägerschaft, die Platzgebühren gehen nicht in die Gemeindekasse. [/quote]
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Gruß aus OWL
Thomas
Verschiedenes Statistisches kann ich nicht so recht nachvollziehen. Wenn ich mein Geld irgendwo ausgebe fragt mich keiner, ob ich Womo- Wowafahrer oder Hotelgast bin.
Als wir unseren Wowa kauften hat uns der Händler natürlich auch versucht ein Womo anzudrehen. Dafür hat er viele Argumente:
1. Mehr am Verk$uf verdient
2. Mehr an der W$rtung verdient
3. Eventuell zu teuer, also v$rmieten und damit noch mehr verdient
4. Oder Kredit vermitteln, das gibt Pr$mie
Pech gehabt. Dafür war unser Budget zu klein. Wir sind wie Grischa ebenfalls Barzahler. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
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