Verfasst am: 20.11.2006, 09:58 Titel: Re: Wildcampen in Österreich/Italien?
Das leidige Thema seit Jahrzehnten: Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache: Campen außerhalb von Campingplätzen oder ausgewiesenen Stellplätzen ist nicht etwa "die große Freiheit", sondern maßloser und undisziplinierter Egoismus. Ein Haus darf nur dahin, wo es ein Flächennutzungsplan vorsieht, und eine Ferienbehausung (=WOhnwgane oder Wohnmobil) gehört dahin, wo der Flächennutzungsplan ein Freizeit-/Campinggelände vorsieht. Gut, daß man z.B. in Tirol wie in Südtirol entschieden gegen wildes Übernachten vorgeht. Nichtcamper haben Anspruch darauf, daß wir mit unseren achteckigen Wohnwürfeln nicht jeden Parkplatz blockieren oder optisch die Landschaft verschandeln. Und wer nur wild campen will, weil er/sie zu geizig ist, um Campinggebühren zu zahlen, solte lieber zu Hause bleiben, dabei spart man meisten. Ich fahre seit 34 Jahren Eriba Touring zwischen Griechenland und Shetland-Inseln, bin also bestimmt ein echter Tourencamper. Aber bei Millionen Wohnwagen-und Wohnmobil-Fahrern in (vor allem West-)Europa freies Campen zuzulassen, ist schlichtweg nicht machbar. Nichts dagegen natürlich, wenn ein Privat-/Hotel-/Gaststätten-/Kiosk-/Bauernhof-Besitzer einem das Übernachten neben seinem Haus erlaubt. Und danach wurde hier ja wohl gefragt; für solche Tipps sind wir alle dankbar. _________________ Eriba Touring - was braucht man mehr ?
herzlich Willkommen hier (erstmal von mir). Also ich denke so unbeliebt machst Du dich da gar nicht - zumindest nicht hier.
Wild campen ist problematisch. Es kommt ja auch immer drauf an, was man unter diesem Begriff versteht.
Auf Tour eine Nacht auf einem Parkplatz zu schlafen ist ja eigentlich kein Campen Sondern lediglich schlafen am Strassenrand und hat sicherlich nichts mit Abenteuer, Urlaub und Co. zu tun.
Ich war als Teenager sehr viel mit dem Zelt unterwegs. Und es dauerte nur wenige Minuten, einen Schlafplatz zu "erfragen". Da wäre es auch dumm gewesen, wild in die Landschaft zu stehen und eine Anzeige zu riskieren.
Ich denke also so wirklich "wild-campen" macht doch niemand oder?
Wild Campen oder geordnet abstellen ist doch wohl ein Unterschied. Darum versuchen ja die Kommunen, das in geordnete Bahnen zu lenken und Plätze zu schaffen, wo es erlaubt ist.
Viele Campingplätze haben außer den Zeiten geschlossen und so muss man sich eben um einen Übernachtungsplatz umsehen. Feinfühlige Leute werden sich sicher nicht vor irgend jemands Fenster stellen um dann alles auszupacken und womöglich noch den Grill anwerfen. Das verstehe ich nämlich unter Campen.
Wenn wir auf dem Weg nach Spanien sind, wissen wir genau, wo man erlaubt übernachten kann. Soviel ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß man sich vorhr informiert.
Zu Tirol, da ist eher die Hotellobby dahinter als die Vernunft. Mit ein wenig Vernunft, lässt sich sicher ein geordnetes Nebeneinander gestalten.
Es muss nicht immer heißen "Vurschrif is Vurschrift" _________________ Herzlich Ingrid
Es gibt keine Wunder für den, der sich nicht wundern kann.
Also nur mal eben zu den scharfen Kommentaren gegen wild camper, mir scheint als wäre noch niemand von euch in Norwegen gewesen, da ist das offiziell erlaubt, und es funktionniert prima. Die leute geben auf die Natur acht, hinterlassen den Platz genau so wie sie ihn vorgefunden haben und niemand muss darunter leiden.
Natürlich würde das bei uns so niemals funktionnieren, weil es einfach viel zu viele egoisten unter den deutschen gibt, die ihren Müll liegen lassen würden, in Tierschutzgebieten campen würden, etc. aber ganz pauschal ablehnen sollte man das Thema meiner Meinung nach nicht.
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