Ungarn 2010.
Normal wollte ich mich aus dem öffentlichen Leben vollkommen zurück ziehen, da im vergangen Herbst meine Frau 6 Wochen vor der goldenen Hochzeit ganz überraschend verstorben ist. Mein Sohn gab mir den Rat und den Mut, das nicht zu tun, und das ich mich dem Leben stellen müsste.
So bin ich denn am 12.5 losgefahren, ich wollte die Stellen abfahren, wo ich mit meiner Frau die schönste Zeit des Lebens verbracht habe.
Zuerst habe ich eine Camperfreunde aus Österreich in Marchtrenk besucht, die Aufnahme war ganz herzlich, was man aber von dem Wetter eben nicht sagen konnte, es hat furchtbar gestürmt und geregnet.
Nikla
Bin dann weiter nach Nikla(Ungarn) gefahren, wo eben auch Camperfreunde sich ein Haus gebaut haben. Das Haus liegt im Takahegy, das ist eben nur eine Straße, die zu Nikla gehört.
Auch zum größeren Ort Marcali braucht eigentlich keinen Fotoapparat mitnehmen, es gibt dort keine lohnenden Motive.
Da es schon dort nicht viel gab, sind wir zum Südufer des Balatons gefahren, zuerst mal sind wir beim Kálman Imre ein tolles Eis essen gegangen.
In einer Unterführung gibt es tolle Graphites, die dort erlaubterweise gesprüht wurden.
Habe dann den Freund gefragt, kennst du den Mann der ganz Rechts steht?
Nein, er kannte ihn nicht.
Obwohl er ihn vielleicht mehrmals am Tag ich der Hand hat, er ist auf den 500 Forintschein.
Zamardi
Nach einer Woche ging es weiter nach Zamardi, zum Campingplatz Auto´s 1. Der Platz liegt sehr schön, ist sauber, liegt direkt am See, und wenn man dort steht, hat man 180 ° schöne Sicht. Es war sehr ruhig dort, sehr wenig Gäste, aber das kam mir ja nun auch entgegen, ich wollte ja die Ruhe. Ich konnte dort schöne Touren mit der Saxonette machen.
Die Ungarn sind eigentlich sehr tolerante Menschen. Sollte da mal wirklich ein Baum nicht wachsen, wie es Vorschrift ist, und sich erdreisten, den Schwerlastverkehr zu behindern, so geht man nicht gleich mit der Kettensäge los, sondern beauftragt einen Künstler, der dann den Baum auf eine Schild malt, um damit den Schwerlastverkehr zu warnen.
Jeder Sonnenuntergang am Balaton ist anders, oft kann man sich nicht satt sehen.
Hier in der Flekkencsarde in Köröshegy haben wir unser schönsten Geburtstage gefeiert, meine Frau hatte immer im Urlaub Geburtstag, und dann haben wir unsere Freunde eingeladen und dort gefeiert.
http://www.youtube.com/watch?v=zu5f3k4JE_o http://www.youtube.com/watch?v=GuDYBO4KGik
Es gab nicht nur die Tour de France, nein auch in Ungarn gab es ein Rennen. Ohne es zu wollen, war ich plötzlich in den Pulk drin.
Aber auch sonst sah man sehr viele Fahrradtouristen. Da hat sich ein Umdenken eingestellt, früher hätte sich keiner getraut, durch Budapest mit dem Fahrrad zu fahren.
Heute sind die Autofahrer rücksichtsvoller geworden. An den Zebrastreifen hatte ich oft das Gefühl, die Autofahrer warten drauf, dass endlich ein Fußgänger kommt.
Und am Balaton sind die Radwege gut ausgeschildert.
Tamasi
Nach 3 Wochen Balaton bin ich nach Tamasi gefahren. Dort gibt es einen kleinen **Campingplatz mit angeschlossenen Bad.
Der Platz hat eine neue junge Campingplatzleiterin, die sich vehement für das Wohl der Gäste einsetzt.
Wenn es Probleme gibt, die Frau Fellinger ist immer ansprechbar, und nimmt sich die Probleme an.
Auch mir hat sie schon mal gute Dienste im Krankenhaus als Dolmetscherin geleistet.
Ein paar Bilder vom Platz.
Aber eins, da konnte uns eben keiner helfen, es hat 36 Stunden Sintflutartig geregnet, und aus diesen Bach
Ist dann dieser See entstand. Das Wasser stand kurz unter dem Damm, und ich war jederzeit bereit, abzufahren.
Budapest
Nach 3 Wochen bin ich dann weiter gefahren nach Budapest. Ich war mal vor vielen Jahren dort, und da hat mir der Campingplatz Romai sehr gut gefallen. Doch heute ist der nicht mehr wieder zu erkennen. Nur noch ein Viertel des Platzes wird bewirtschaftet, der Rest verwildert. Wenn man ankommt, muß man direkt für ein Tag bezahlen, ich denke damit man später nicht erschrickt, der Platz ist doppelt so teuer wie die anderen Plätze wo ich war.
Geht man waschen oder spülen, muss man zuerst ein Wasserhahn finden, wo der Griff nicht durchdreht. Bei den Toiletten sind bei einigen die Brillen lose. In einer Ecke standen. Wohnwagenwracks
Das zieht bestimmt Ungeziefer an. Der einzige Vorteil den ich sehe, war, man hat nur 200 m zur Hév, einer Vorstadtbahn und ca 800 m zu Donaustrand.
Noch ein paar Bilder von Bp.
Es gibt auch ganz moderne Straßenbahnen. Menschen die EU Bürger sind, und 65 Jahre alt, haben in Ungarn den PNV frei.
In Budapest braucht man nur den Pass vorzeigen, fährt man mit Volanbus oder Eisenbahn, braucht man eine Regiestrierungskarte, die man kostenlos dort bekommt wo er Fahrkarten gibt.
Szentendre.
Ein Tag bin ich dann mit meinen Motorunterstützten Fahrrad nach Szentendre gefahren.
Immer schön am Donaustrand entlang, irgendwann stand ich in der Wildnis, den Fahrradweg, den ich mal mit meiner Frau gefahren bin, war plötzlich nicht mehr da.
Eger
Geplant war nach Lillafüred zu fahren. Ich hatte mir auch im Internet einen Campingplatz rausgesucht, den Erzebet-Setany-Kemping, doch das war nur eine Wiese hinter dem Haus, mit Wohnwagen nicht zu befahren, da es auch dort so geregnet hatte.
Eigentlich ein Platz für Camper mit kleinen Zelt. Also bin ich weiter gefahren nach Eger, dort wo das Erlauer Stierblut herkommt.
Dort gibt es einen Campingplatz, den Tulipan, ziemlich kleine Stellplätze, aber da der Platz nicht gut gefüllt war, konnte man das Auto irgendwo anders hinstellen.
Der vermietet auch kleine Hütten und Wohnwagen. Aber alles war eben sehr sauber, die Waschbecken Brausen und Toiletten.
Eger ist eine schöne Stadt, überall gibt es Weinkeller, wo man losen Wein kaufen konnte. Ich war der einzige Deutsche dort, einige Niederländer, und Esten waren da, aber die Mehrzahl waren Polen und Ungarn.
Die Esten haben mich einen Abend eingeladen, ich musste Wein mit ihnen trinken, die Unterhaltung ging in Deutsch Ungarisch und Gebärdensprache, also so ein richtiges Kauderwelsch, aber wir haben uns verstanden. Am anderen Morgen hatte ich 2 Estnische Fähnchen an der Markise hängen. 3 Tage war dort Musikfest, sehr schön mit ungarische Folklore, sowie Zigeunerlieder.
Von Eger bin ich ein Tag zum Naturpark Akktelek gefahren, dort gibt es eine wunderschöne Tropfsteinhöhle, die geht bis in die Slowakei rein. Man geht so ungefähr 1.5 Std durch die Höhle. Jacke mitnehmen, ist nur 10 ° in der Höhle.
Die Bilder habe ich ohne Blitz gemacht, so wie sie sind, so ist auch das Licht in der Höhle.
Auf den Weg nach Akktelek habe ich das noch gefunden. Als ich das erste mal in Ungarn war, sah man die Pumpen überall, sie waren eigentlich da, damit die Fuhrleute die Pferde tränken konnten, heute ist das schon eine Seltenheit.
Lillafüred
Wenn ich schon dort keinen Campingplatz finde, will ich doch schon wenigsten dort Essen gehen.
Bin also nach Miskolc gefahren, habe meinen Freund dort zum Essen eingeladen. Da meint er, magst du Forelle? Ne eigentlich nicht, aber zur Not esse ich die eben auch. Ich bin eigentlich kein Fischesser.
Aber war man dort bekommt, ist allererste Sahne. Goldbraun kommen die Forellen, man kann es nicht beschreiben, kann eben nur jeden raten, wenn er in der Nähe ist, es selbst zu probieren.
Pápa
Natürlich habe ich mir das Beste bis zu Schluss aufbewahrt, den Campingplatz Pápa.
Und ich hatte auch noch ein großes Glück, der Platz hatte den 6 Geburtstag, was ausgibig gefeiert wurde.
Es war also an vieles gedacht. Eine Frau backte Baumkuchen. Ich habe mir auch einen gekauft.
Dies war voreilig, hätte ich bestimmt nicht gemacht, wenn ich gewusst hätte, welchen tollen Geburtstagskuchen die Campingplatzleiterin später angeschnitten hat. Auch hier eine dynamische junge Frau, die Leitung liegt Frauen vielleicht besser.
Schon das schneiden ist eine Kunst, schneidet sie die Stücke zu groß bekommt nicht jeder was.
Es war wirklich an alles gedacht, Kinder aber auch Erwachsene konnten sich in Korbflechten üben.
Auch konnte man mit Kutschen fahren.
Es war immer etwas los in Pápa, einmal wurde ein Grillabend gemacht, gegen eine freiwillige Gabe in einer Kasse, da muss man schon sehr viel Vertrauen haben.
In Pápa war immer etwas los, Animation da habe ich auch einmal mitgemacht, beim Bogenschießen, ich bin vorletzter geworden, man kann auch sagen 2., wir waren unter 3 Leute.
Das letzte Mal habe ich mit einen selbstgebauten Bogen geschossen, den ich aus Schirmdrähten gebastelt habe.
Das ist die Minidisco, die sehr gerne angenommen wurde.
Kata und Adam haben das sehr gut gemacht.
Wenn das Schicksal mir noch etwas Zeit einräumt, so werde ich bestimmt nicht das letzte Mal in Pápa gewesen sein. _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
Hallo Willi schöner Urlaubsbericht,gerne verfolge ich deine Berichte die
Du in vielen Foren geschrieben hast,an einigen Stellen waren wir auch schon.
Das Du dich entschlossen hast das campen nicht aufzugeben war ein guter
Entschluss,was will man in dem Alter machen,zu Hause sitzen und versauern,
da drehste dich zwei mal um und dann kommt schon der Sensenmann,so hast
Du wenigsten´s noch was vom Leben.Wir sind jetzt auch schon 63 Jahre und
die schlimmste Zeit ist der Winter,da sehnt man sich jeden Tag da nach wieder das Gespann fertig zu machen.Also Kopf hoch,das Leben geht weiter!!
Bilder mit 70 Billionen Pixel
Da musst du mit spielen links kann du die Bilder zoomen, sind unwahrscheinlich scharfe Bilder, kannst über den ganzen Bildschirm bringen.
Und unten bekommst du immer neue Ansichten, aufs Bild klicken.
Hier eine Rundreise durch Budapest, man kommt auch am Heldenplatz vorbei.
Untermalt von Liszt Ference ungarische Rhapsodie Nr 5 _________________ WILLIPITSCHEN
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Zuletzt bearbeitet von Willipitschen am 02.02.2011, 14:17, insgesamt einmal bearbeitet
Mit der Ingrid habe ich mich ja in Papa getroffen, sie hat mir ein paar Bilder geschickt.
Als Fotografin ist sie natürlich nicht drauf nur ich.
Sie schreibt:
Danke Willi für den hübschen Bericht aus Deinem Lieblingsland Ungarn.
Wir trafen uns ja in Papá am Campingplatz, wo ich mit meinen zwei Enkel wieder einige Tage verbrachte. Danke auch für den netten Abend im "Storchennest" einem ausgezeichneten Lokal in der Stadt drinnen, wo man auch mit der Campingcard vom Platz Ermäßigung bekommt. Uuuuuuund damit man sieht, dass man dort sehr nahrhaft versorgt wird, habe ich einige Bilder gemacht, die ich damit hier beifüge.
_________________ WILLIPITSCHEN
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Zuletzt bearbeitet von Willipitschen am 02.02.2011, 14:19, insgesamt einmal bearbeitet
Ich möchte darüber informieren, dass die Bauarbeiten in Pápa begonnen haben. Im Bad (Außenanlage) ist der Erdaushub für die 2 neuen Becken und das Kurhaus bereits erfolgt. Anfang Februar beginnen die Beton- und Maurerarbeiten. Bis zur Öffnung der Außenanlage im Juni sollen die 2 Becken mit Rutschen (1 Becken hat 1.000 qm Wasserfläche) fertig sein und das Kurhaus im Rohbau stehen. Störfaktor für Bad und Campingplatz sind die Bauarbeiten nicht. Fertigstellung des Kurhauses ca. September 2011. Der Baubeginn für das Hotel beim Bad wird sich um 2-3 Monate verzögern.
In der Stadt wird der Hauptplatz nach Plänen von Ende 1800 und nach dem Muster von Pecs (Fußgängerzone mit vielen Gaststätten und Geschäften) errichtet. Am Hauptplatz gibt es dann ein Zentrum mit Gaststätten und Cafes mit Außensitzplätzen usw. Fertigstellung Ende 2011.
Das Schloss wird total renoviert. Heizung und Lüftungsanlage ist bereits installiert. Die ersten Räume können ca. Mai 2011 besichtigt werden. Bauzeit 3 Jahre.
Die Stadt hat ein Fremdenverkehrsamt gegründet mit dem Ziel, Pápa touristisch nach vorne zu bringen. Z.B. gehören jetzt bereits 80 % der Museen der Stadt. Die Stadt wird einen Pápa-Pass in deutscher Sprache herausgeben mit Infos und preislichen Vorteilen für den Gast. Z.B. der Gast, der das Bad besucht, hat günstigen Eintritt für Museen usw.. _________________ WILLIPITSCHEN
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