Es ist mein erster Reisebericht im Forum, deshalb bitte ich um Nachsicht. Auch mit den Bildern könnte manches besser sein.
Vor langer Zeit bin ich mal durch die Extremadura gefahren und hatte keine Zeit anzuhalten, weil mein Arbeitgeber auf mich wartete.
Seit dem stand eine Spanienrundfahrt auf meinem Programm und in diesem Jahr hat es geklappt.
Als erste Station hatten wir Serignan (Campingcheck 15 €)in Südfrankreich gewählt. Der Campingplatz war gepflegt und sehr gut ausgestattet. Ein griechisches Bad mit etlichen Becken gehörte dazu und das angewärmte Wasser war eine Wohltat gegenüber dem doch ungewohnt kalten Mittelmeer. Ein paar Tage waren wir dort, aber das Wetter war nicht so ideal und der Campingplatz wurde sowieso bald geschlossen.
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Oropesa (Camping Didota ACSI 11 €) dann war gewählt, weil sonst die Strecke bis La Marina zu groß geworden wäre. Außerdem hatten wir schon manches davon gehört und wollten auch mitreden können. Na ja, der Campingplatz war preiswert und fast direkt am Strand (feinkörnig wie Hühnereier) und die Hotelburgen zogen sich über Kilometer bis zur Altstadt hin. Dort sollte auch eine Bodega (Weinhandlung) sein, die entpuppte sich dann aber mehr als Museum.
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Schließlich landeten wir in La Marina (ADAC, 24 €), um einige unserer vielen Bekannten dort zu treffen. Es war ein sehr schöner Aufenthalt. Das Wetter war endlich so, wie man es von Spanien erwartet und der Campingplatz nicht ganz so teuer wie befürchtet. Wir waren im Meer schwimmen und haben abends mit Freunden zusammen gesessen. Am Tag vor unserer Abreise hatte sogar die Bodega, die schönste, die wir in Spanien kennen, nach den Ferien wieder geöffnet. Wir haben dort gegessen und Wein eingekauft, wie sich aber später herausstellte, leider zu wenig (nicht gegessen, sondern Wein gekauft).
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Unseren richtigen Badeurlaub haben wir dann für 3 Wochen in El Portus (ACSI, 15 €) in der Nähe von Cartagena verbracht. Der Campingplatz liegt in einer von Bergen umgebenen Bucht direkt am Meer, wir hatte wie üblich sehr angenehme deutsche und holländische Leute als Nachbarn, wunderbares Wetter und glasklares Wasser. Trinkwasser kann man leider nur an einer Stelle zapfen. Es gab erstaunlich viele Franzosen dort, auch Norweger und damit ich es nicht vergesse, Spanier gab es auch. Nur die Kleiderordnung mag nicht jedermans Geschmack sein.
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Weiter gind es dann nach Almuñecar, wo eine meiner Cousinen wohnt. Almuñecar liegt in Andalusien zwischen Motril und Nerja, aber der ehemals hochinteressante Campingplatz ('Carombolo' , 15 verschiedene exotische Früchte reiften dort) wurde nicht mehr betrieben. Der Nachbarort La Herradura hatte aber einen Campingplatz (20 €) bei dem man allerdings große Schwierigkeiten hatte, Auto und Wohnwagen zwischen die Chiramojabäume zu rangieren. Der Ausflug zum Bergzoo (peña escrita) in 1100 m Höhe führt auch über schmale Kammstraßen, auf denen man aus dem Auto blickt, wie sonst nur aus dem Flugzeug. Und wer in das weiße Dorf Competa fährt sollte unempfindlich sein für die Reisekrankheit, es sind ca. 40 km ohne ein gerades Stück Straße.
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Unsere Kinder waren mal in Cabopino (CampingCheck 15 €), es hat ihnen dort sehr gut gefallen und so mußten wir auch hin. Cabopino ist eine Art Vorort von Marbella, die ganze Küste ist touristisch erschlossen und nicht so sehr unser Fall. Als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Gibraltar, Ronda und anderen Orten ist der Campingplatz aber sehr gut geeignet. Auch die Altstadt von Marbella hat uns gut gefallen. Nur die Tauben haben uns geärgert, die nachts auf dem Baum über unserer Parzelle geschlafen und sich dabei vergessen haben.
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Die weitere Reise führte uns durch die Extremadura nach Norden. Es ist ja eine herrliche Landschaft!. Erst gibt es Olivenhaine, die bis zum Horizont reichen, später dann sieht man Landwirtschaft. Die Felder sind gepflegt und endlich sieht man auch die Tiere, von denen wir das Fleisch bekommen. Die Rinder und Schafe sind aber viel schlanker als in Deutschland. Es gibt auch locker bestandene Eichenwälder, in denen man die schwarzen Schweine mit dem teuren Schinken sehen kann.
Caceres selbst hat uns gut gefallen, hier ist Spanien fast ohne Tourismus. Das Wetter war auch sehr gut, wenn auch nicht mehr so warm wie an der Küste. Schließlich liegt die Stadt in einer Höhe von 400 - 450 m. Wir haben auch Merida besucht und obwohl diese Stadt in den Reiseführern so sehr gelobt wird und viele alte Gebäude und Museen hat, Caceres hat uns besser gefallen. Das Beste dort war der Campingplatz. Einmal wegen des ACSI-Rabattes (15 €) und jeder Standplatz hat ein eigenes kleines Sanitärhaus mit Toilette, Waschbecken, Dusche und stets warmes Wasser. Herrlich! Ein Tisch und 2 Stühle gehören auch zur Parzelle.
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Salamanca (CampingCheck 15 €) als nächste Station dann ist natürlich etwas Besonderes. Die Altstadt ist konzentriet in der Mitte des Ortes und gut überschaubar. Aber das Wetter! Salamanca liegt in einer Höhe von 800 m, es ist also schon recht kühl, und dann gab es am ersten Tag Nieselregen, wie wir ihn von Deutschland zur Genüge kennen. Abends sollte also im Wohnwagen geheizt werden. Das Problem: die Gasheizung konnte nicht gezündet werden. Ich ahnte schon, was die Ursache ist, und wir haben uns mit der elektrischen Heizung auf kleiner Stufe geholfen. Strom war ja nur 5A, mehr als 1000 W geht da nicht, wenn der Fernseher noch laufen soll.
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Am nächsten Tag habe ich den Brenner der Gasheizung ausgebaut und ich hatte recht: im Mischrohr für die Zündflamme saß eine Spinne. Nach der Reinigung und dem Zusammenbau war alles wieder in Ordnung. Ich wußte so gut Bescheid, weil ich das Problem vor Jahren schon einmal hatte, auf dem Campingplatz aber ein Gasmonteur war, der das Malheur behoben hat und mich dabei zusehen ließ.
Dann ging es über Valladolid nach Aranda de Duero (27 €), dort soll es neben Rioja den besten Wein geben. Ab Valladolid sieht man links und rechts nur Weinfelder, riesig groß, aber abgeerntet. Unser Weingebiet war es aber nicht. Von Alicante und Umgebung sind wir gewöhnt, daß man die verschiedenen Sorten kosten kann und sich dann 5-Liter-Behälter (oder größere) vom Faß abfüllt oder abfüllen läßt. Zu Literpreisen von 1€ bis 1,50 € bekommt man da sehr guten Wein. Das alles ging hier nicht, und so haben wir nur 20 Liter als 'Bag in Box' mitgenommen. Weinhändler gibt es schon und sicher haben die auch gute Weine, aber meist nur in Flaschen (ist zu schwer für mich) und zu Preisen, bei denen mir der Wein nicht mehr schmeckt.
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Aranda liegt nun in einer Höhe von 850 m und das Wetter war auch recht trüb. Eines Morgens hatte wir +0,5°C und nebenan das Pärchen aus Wales mit Motorrad und Zelt sah sehr verfroren aus. Wir haben jedem einen Pott heißen Kaffee gebracht und bekamen mehr erzählt, als wir verstanden haben.
Aranda hat noch eine weitere Besonderheit: hier gibt es den besten Lammbraten Spaniens. Das hat mir meine Cousine in Andalusien erzählt, und inzwischen habe ich es auch in einem Reiseführer gelesen. Das haben wir uns geleistet. Nie haben wir in Spanien so gut gegessen, und nie haben wir in Spanien so viel bezahlt. Aber: es war ein Erlebnis, das wir weder bereuen noch vergessen werden.
Inzwischen war es fast Mitte November und meine Frau wollte schnell nach Hause, um die Urenkelin zu sehen. Die 2400 km haben wir in 2 Etappen abgespult, zu sehen gab es ja nichts mehr und abends wurde es immer eher finster. Bis Bordeaux hatte wir noch Sonnenschein, dann aber wurde es immer trüber, später hat es auch geregnet. Insgesamt hatten wir aber mit unserer relativ frühen Heimreise Glück. Kaum stand der Wohnwagen in seinem Winterquartier und das Auto hatte die Winterräder drauf kam der große Schnee. Inzwischen krieg ich aber das Auto wieder raus aus der Garage.
Zuletzt bearbeitet von rumtreiber am 16.12.2010, 00:12, insgesamt einmal bearbeitet
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