Verfasst am: 07.11.2008, 23:41 Titel: Pfannkuchen luxemburger Art
1. Das Zwetschgenkraut
Im Herbst nach dem letzten Campingurlaub Zwetschgen sammeln oder kaufen (besser für den Rücken) und entkernen. Ca. 5 Kg reichen.
1 Tasse Wasser in den Topf, dass die Zwetschgen rein und sehr langsam zum kochen bringen.
3 Stangen Zimt in ein Tuch wickeln und mit einem Bindfaden verknoten. Nach dem ersten Aufkochen das Tuch mit dem Zimt eintauchen und am Topfgriff festbinden.
Das ganze 3-5 Stunden schwach kochen lassen und umrühren. Es brennt leider sehr gerne an.
Tellerprüfung: 1 Teelöffel von dem heissen Brei auf einen kalten Teller geben und diesen sofort in die Vertikale drehen. Der Brei darf nicht tropfen.
Das fertige Kraut wie bei jeder Marmelade heiss in Gläser von max. 0,2 l füllen und mit Zellophan (und nichts anderem) verschliessen. Bei Zimmertemperatur aufbewahren. Es muss so austrocknen, dass man es mit dem Messer schneiden kann.
2. Pfannkuchen (endlich)
2 Eier mit 1 Tasse kalter Milch verrühren
400g Mehl hinzugeben. Original ist Weizenvollkorn.
1 Prise Salz
Weiterrühren und weiter Milch zugeben bis der Teig etwas so flüssig wie Sahne ist.
1 Stunde stehen lassen und in der Zeit die Nachbarn einladen (nicht beim 1 Mal!).
Danach eventuell Milch beifügen und wieder verrühren. Das Mehl quoll in der Stunde auf und der Teig wurde fester. Diese Methode erleichtert das Braten, da man mit gleichbleibendem Teig arbeiten kann.
Pfannkuchen in Butter braten. Achten, dass die Butter nicht braun wird (Wir mögen lieber Olivenöl, ist aber nicht original).
Nicht durch Werfen wenden (Ausnahme: der Woni ist gemietet oder der Herd steht draussen).
Zwetschgenkraut in Streifen schneiden und in die Pfannkuchen wickeln. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
Stimmt mit Äpfeln kenne ich es auch .
Bestimmt schmeckt es auch wenn mann banane unterlegt und den fertigen Pfannkuchen mit Nutella bestreichen. _________________
Irgendwann werden wir Pfannkuchen nach EU Art hier zusammen bekommen
Die Zwetschgen kann man natürlich auch vergären lassen und destillieren. Dazu eignen sich auch Äpfel oder irgend ein anderes Obst. Mit Bananenschnaps habe ich wenig Erfahrung. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
Ich fand früher das Ganze mit Heidel- oder Waldbeeren lecker, ausserdem bekam man so schöne blaue Zähne davon _________________ --------------------------------------------------
Gruß aus OWL
Thomas
In Wien ißt man die Palatschinken = Pfannkuchen mit Marillen- = Aprikosenmarmelade = -konfitüre gefüllt und mit Staub- = Puderzucker bestreut.
Meine Kinder haben sie aber lieber mit Benco gefüllt gegessen. Oder Nutella. _________________ Liebe Grüße von der Stefferl
http://members.aon.at/peterunderika/
Richtig Stefferl schmeckt sehr gut, die Österreicher machen ja sehr viel mit Marillen.
Und in Ungarn gibt es Palacsinta, aber da werden keine Früchte eingebacken, die kann man mit verschiedenen Sachen haben, ich habe am liebsten Turos (Topfen) der wird draufgemacht, und dann wird der Palacsinta gerollt, und auch wie bei den Wienern mit staubzucker bestreut..
Sehr gut und schön ist auch mit Schokolade, anschließend wird der Palacsinta dann noch flambiert. _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
Ja Willi, ist doch auch eine Wiener Spezialität, die Topfenpalatschinken. Das ist unsere gemeinsame Vergangenheit mit Ungarn.
Topfen=Quark
ÜBERBACKENE TOPFENPALATSCHINKEN
Palatschinken:
½ l Milch, 4 Eier (20 dag), 25 dag glattes Mehl versprudeln,
dünn ausbacken (zirka 12 Stück).
Füllen mit:
10 dag Butter (Thea), 10 dag Staubzucker, 4 Dotter, ½ kg Topfen 20 %, Vanillinzucker, Zitronensaft, abgeriebene Zitronenschale, 10 dag eingeweichte Rosinen, 5 Eiklar Schnee.
Palatschinken mit Fülle zusammenrollen und in eine gefettete Pfanne schlichten.
¼ l Sauerrahm mit 1 Dotter verrühren und über die Palatschinken gießen.
Zirka ½ Stunde - ¾ Stunde bei mittlerer Hitze backen.
Im Wohnwagen wird man halt das Überbacken weglassen müssen. Soll ja auch ein paar geben, die ein Backrohr mit haben. _________________ Liebe Grüße von der Stefferl
http://members.aon.at/peterunderika/
Dann werde mal nach Westen schwenken:
In der Normandie und der Bretagne werden die Crêpes (=Pfannkuchen) aus Roggenmehl zubereitet. Dazu kommt etwas mehr Salz (nur Meersalz) als meist üblich. Daher bekommen sie auch eine mittelbraune Farbe.
Gebacken werden sie auf einer Gusseisenplatte. Dabei wird der Teig kunstvoll mit einem Spatel ausgebreitet. Erlaubt ist unter Amateuren aber auch die bekannte Drehvorrichtung.
Serviert werden sie mir saurer Butter.
Die belgischen Crêpes sind ähnlich, obwohl hier eine Mischung aus Weizen- und Roggenmehl benutzt wird. Sie werden süss serviert, wobei meist "Cassonade" drauf kommt. Das ist ein unraffinierter Rübenzucker der bei der Herstellung leicht kandiert wird.
Bleiben noch die niederländischen Pannekoeken. Aber da weiss wohl mancher mehr darüber als ich. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
Aus der Bretagne kenne ich es anders: es gibt dort crêpes und gallettes. crêpes sind süß, gallettes sind herzhaft und vor allem werden sie eigentlich mit buchweizenmehl zubereitet (ob das in den creperien allerdings so gemacht wird? ). ich liebe die belegt mit schinken und Käse, oder mit spiegelei...na toll, frühstück iss schon leer und cih krieg hunger!!
@engelchen
Du hast vollkommen recht. Ich hatte hier schlampig übersetzt. Leider ist der Buchweizen auch in Frankreich selten geworden. Buchweizen ist übrigens schwer in Backwaren zu verarbeiten, da der Anteil an Gluten, was die Backwaren zusammen hält, gering ist.
Original für die Bretagne sind eigentlich nur die Galettes. Crêpes sind ein "Import" aus Flandres. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
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