Verfasst am: 12.02.2009, 16:12 Titel: Mein schönstes Urlaubserlebnis in Ungarn
Wie ist es denn, wenn man in Rente geht? Unglaublich schön, man freut sich, es gibt welche, die reden schon davon, dann sind sie so gerade über die 50 Jahre. Es ist auch wirklich schön, die ersten 3 Monate ist man wie im Urlaub, kannst du mal am, na klar bin doch in Rente. Doch irgendwann ist es dann so, dann fängt die Tritest ein, man hat noch nicht gefunden was man machen kann und immer nur im Internet hängen wird eben auch langweilig. Man braucht also nochmal so einen richtigen Kick, damit man sich nicht wie altes Eisen fühlt.
Ich habe mich erinnert an den Kran, den man auf den Bild im Hintergrund sieht.
Dort kann man aus 30 m runterspringen, man bekommt 2 Seile an die Beine gebunden, und dann muß man sich oben entscheiden, mache ich das oder nicht. Bungeespringen nennt man das.
Als ich das meiner Frau erzählte, meinte sie ich sollte doch erst mal meinen Hausarzt fragen.
Bis du bekloppt meinte der nur, war das erledigt.
Als Ausgleich, was den Knien nicht schädigt durfte ich Tandemspringen machen.
Toll in Ungarn angekommen, wollte mein Sohn auch mit seiner Gefährtin springen, und damit ich nicht alleine bin, springt mein Neffe mit mir. (wären die nicht mitgesprungen, hätte ich mich oben vielleicht anders entschieden)
Freitag angemeldet, alles in Ordnung ich sollte Sonntag kommen. Die 2 Tage habe ich nicht mehr gut geschlafen, immer sah ich im Traum die Kirche so groß wie ein Fingerhut.
Freitag ging es also los, mein Neffe und ich waren zuerst dran.
Aus 4000m sah die Kirche noch kleiner aus als ein Fingerhut.
Der Springer und ich ließen sich seitlich rausfallen, ooooooooooooooh das nahm einen die Luft.
Was dann kam war wunderschön, man raste auf den Boden zu.
Plötzlich knallte es wie ein Pistolenschuß, der Fallschirm ging auf. Man trudelte am Schirm schön zu Boden. Hatte ich mal in jungen Jahren gesagt, nicht für 1000 DM würde ich das machen, jetzt habe ich dafür bezahlt. aber die Szaz Forint auf der Musik reichen nicht
Oha, damit habe ich mich noch nie auseinandergesetzt. Ich Bin ja erst 30 Jahre und von Rente wird noch nicht geredet. Mein Vater ist leider seit längerem Arbeitslos und hat somit etwas Ähnliches. Allerdings mit arg beschränkten finanziellen Mitteln. Er hat sich aber einige Hobbys bewahren können, was neben der Jobsuche (welche über 50 schon mal frustrierend sein kann) sein Leben erfüllt. Das sind bei ihm, Haus umbauen, Hundeausstellungen und Zucht usw.
Ich glaube wichtig ist, sich regelmäßig weiter zu fordern und ruhig auch mal weiterzubilden, auch wenn es beruflich keinen Grund mehr gibt. Wenn es um den Kick geht sind Autorennen eventuell noch eine schöne Sache. Oder mit nem Hummer durchs Gelände.
Aber eigentlich habe ich von all diesen Dingen keine Ahnung. Ich Fotografiere, Programmiere, Campe und mache RC-Rennen.
Mit 'nem Hummer durchs Gelände? Das arme Tier... pass nur auf, dass dich der Tierschutz nicht abgreift! Hast du wenigstens die Gummiringe um die Scheren abgemacht? Immerhin soll er ja eine Chance gegen dich haben! _________________ LMC 475 hinten, KIA Sorento vorne!
ich find's total krass, mich kriegt man kaum auf ne achterbahn, und falls ich es schaffe bis zur rente sicher nicht in die Luft!!!
Ach wenn ich erst 34 bin hab ich mir schon gedanken gemacht, weil hier einige Kollegen in Frührente geschickt wurden in letzter zeit, und ich hab keine Ahnung was cih dann tun werde den ganzen Tag!!
Vielleicht springt mein Schatz dann irgendwo runter, dann kann ich filmen und hab was zu tun...
Mit 'nem Hummer durchs Gelände? Das arme Tier... pass nur auf, dass dich der Tierschutz nicht abgreift! Hast du wenigstens die Gummiringe um die Scheren abgemacht? Immerhin soll er ja eine Chance gegen dich haben!
Hummer fahren?
Nein danke, wäre nichts für mich, wäre aber auch viel zu teuer.
Und es wäre eben auch nicht der Kick für mich.
Ist schon etwas anderes, aus einen Flugzeug aus 4000m zu springen, ohne das dort oben eine lebensgefährliche Situation ist, nur einfach so zum Spass.
Und dafür auch noch Geld zu zahlen. _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
Ich glaube fast, fallschirmspringen ist schwer zu überbieten. Wenn dann noch das liebe Geld dazu kommt. hmm
Ein Parabelflug kostet schnell mal 7000 €
Hummerfahren ist bereits ab etwa 50€ zu haben
Ferariefahren kann mit 200 € aber auch im Kick nicht den Sprung schlagen.
Eventuell ist Rennbob für etwa 100€ noch eine alternative.
Hubschrauber könnte wieder sehr interessant aber nicht so adrenalientreibend sein.
Bungee springen soll gut sein wurde aber schon ausgeschlossen.
Kunstflug soll auch richtig "fetzen" und auch schon für unter 200€ zu haben.
Hingegen ist Jetfliegen wieder richtig teuer: bei 2000 €
Und wenn es richtig spacig werden soll kann man für 100 000 € ins All fliegen.
Danke für die Aufstellung. Da bleibe ich doch lieber mit beiden Beinen fest am Boden und gönn' mir 'n paar Bierchen... der anschließende Zustand lässt mich auch etwas schweben. _________________ LMC 475 hinten, KIA Sorento vorne!
Ja aki, in war in einen grossen Reifenwerk beschäftigt, und ich wollte mal mit demm Renntaxi über den Nürburgring fahren, das wird von einer Frau gesteuert. Mein Sohn, der in der Zeit in der Entwicklung beschäftig war, sagte du pap, wird haben in 14 Tage Grillfest am Nürburgring, dann sind auch die Testfahrer da, ich frage mal meinen Chef, ob du mitkommen kannst. Gut, ich kannte den Chef und er mich, also durfte ich mit.
Die Testfahrer fuhren dann den alten Ring, und einer durfte immer mitfahren. Also ich dann auch. Ging also los, an der Schranke die Karte los ging es. Vor uns waren ein paar Motorradfahrer gestartet, da sagt schon der Testfahrer, Jungs wir kriegen euch. Mit schreienden Reifen ging es durch die Kurven. An den Kurven waren auch immer Zuschauer, die warten auf Unfälle.
Dauert nicht lange, hatten wir die Motorradfahrer eingeholt und überholt. Der Testfahrer fährt in etwas die Zeiten, die der niki Lauda bei seinen Unfall dort gefahren ist. Mir hatte das sehr gut gefallen. Ich habe dann den Testfahrer gesagt, ich wollte eigentlich mit dem Renntaxi fahren, aber ihr könnt das doch besser.
Nein meinte der Testfahrer, die Sabine kann das genau so gut wie wir, wenn nicht sogar noch besser, obwohl ich hier schon über 7000 Runden gedreht habe.
Vielleicht wäre das auch was für dich, weiß allerdings nicht was das kostet.
Zitat:
Eventuell ist Rennbob für etwa 100€ noch eine alternative.
Habe ich im letzten DM Jahr in Innsbruck gemacht, allerdings habe ich nur 49 DM bezahlt.
Noch etwas schönes gibt es in Ungarn
Für 50 € kann man Motordrachen fliegen, herrlich
Und für 100 € Heißluftballon, richtig mit Taufe.
Mein Name ich
Kiliti Buszaföld Essy
Kiliti= gleich Ort wo man runterkommt
Buszaföld= Weizenfeld
Essy= Graf _________________ WILLIPITSCHEN
In Ungarn vergeht alle 60 Sekunden eine Minute
Zuletzt bearbeitet von Willipitschen am 17.02.2009, 19:51, insgesamt einmal bearbeitet
Na kann man das dann noch toppen? Ich selber bin eher jemand, der es etwas gemütlicher angehen lässt.
Autorennen ok oder ins Gelände, aber springen wäre glaube ich nichts für mich.
Von mir, großem Respeckt fürs fallen und rasen und vor allem fürs, sich trauen.
Es war vielleicht nicht mein schönster, aber in jedem Fall der Spannenste Urlaub, den ich, ich glaube, 1983 erlebt habe.
Ich bin damals mit meinem Bruder und Zelt(en) nach Spanien gefahren.
Die erste Nacht haben wir in der Schweiz verbracht. Ich weiß nicht mehr genau wo, auf jedem Fall an einem See. Wir kamen an und es regnete junge Hunde. Also haben wir uns Zeit gelassen, erst mal was gegessen. Irgenwann wollten wir ja dann doch ins (Spitz-)Zelt. Da es aber nicht aufhörte zu regnen und auch nichts darauf hindeutete , haben wir es dann doch aufgebaut. Wir waren durch und durch naß. Pünktlich, der letzte Hering war gerade eingeschlagen, klarte es auf und wir hatten noch einen herrlichen Abend.
Nach einem erfrischenden Bad im 14° kalten See (gefühlte 2 cm ) ging es am nächsten Morgen durch die französischen Seealpen Richtung Mittelmeer. Die Paßstraßen bin ich wohl ein wenig zu schnell gefahren. Auf jedem Fall ist meinem Bruder, den normal nichts umwirft, reichlich schlecht geworden ).
In Nizza haben wir dann die nächste Nacht verbracht. Aber diese französischen Steh-Klos und auch der Rest der sanitären Ausstattung passte uns überhaupt nicht .
Also, haben wir uns geschworen, Frankreichs Campingplätze sehen uns nicht mehr wieder. So sind wir in einem Rutsch nach Spanien. Und zwar nach Calpe, wo wir uns mit Freunden treffen wollten, die dort den Urlaub im Haus eines der Väter verbrachten.
Na ja, wir haben einige Stunden gebraucht (mehr als 190 km/h haben wir uns in Frankreich nicht getraut ) und sind morgens um 2 Uhr in Calpe gewesen.
Jetzt kann man um diese Uhrzeit ja schlecht einfach irgendwo anklingeln oder anklopfen. Also haben wir uns mit dem Auto an den Strand gestellt , die Liegesitze in Position gebracht und selig geschlafen . Allerdings nur, bis die Polizei und unsanft geweckt, kontrolliert und dann weggeschickt hat .
Da konnten wir dann zwischen 5 und 6 Uhr früh das Morgenleben von Calpe´s Gassen kennenlernen. Richtig urig !
Um 8 Uhr ging es dann zum Campingplatz. Wir haben auch sofort einen Platz besetzen können, bauten unser (Haus-)Zelt auf und haben dann erst mal unsere Freunde besucht.
Abends, wir waren dann natürlich richtig kaputt, ging es früh in die Falle.
Aber die Nacht war leider nicht sehr lang. Um 6 Uhr hörten wir viel Geschrei auf dem Platz, was uns weckte . Dann wunderten wir uns, warum unsere Innenzelte nicht ganz geschlossen waren . Komischersweise war auch unser "Haupteingang" zum Zelt geöffnet . Bei näherem Hinsehen stellten wir dann noch fest, daß ein großer Riss in meinem Innenzelt (zur Küchenseite) war .
Was war passiert: Böse Buben hatten in dieser Nacht 30 (!) Zelte, Wohnwagen und PKW "besucht" und alles Mögliche gestohlen . Bei uns waren es zum Glück nur 30,- DM, die im Portemonnaie meines Bruders waren. Personalausweise, Schecks, Führerscheine etc. hatte ich zum Glück zusammen mit mir selbst im "Fußraum" des Schlafsacks verstaut .
Nebenbei war ich im Nachhinein froh, daß mein Bruder nicht auf der Seite zur Küchenecke (wir hatten zwei Innenzelte, das andere war zur Außenseite des Zeltes hin) geschlafen hat. Wenn der nämlich wach geworden wäre und sich vielleicht noch gewehrt hätte - da neigt er zu - nicht auszudenken, was noch hätte passieren können .
Die Polizei hat dann noch zwei etwa 30 cm lange Messer auf dem Campingplatz-Mauer gefunden, von den Tätern wurde (zumindest wissen wir nicht davon) keine weitere Spur entdeckt.
Das Ende vom Lied war, daß wir sofort unser Zelt abgebaut haben, ins Haus, wo unsere Freunde wohnten, gezogen sind und noch einen schönen 4-Wochen-Urlaub verbracht haben, um danach dann in einem Rutsch (18 Stunden) mit 4 Mann im 3-er-BMW nach Hause zu fahren.
Gruß
Frank
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