Verfasst am: 08.02.2010, 12:18 Titel: Lohnt sich Mautsparen?
Hallo, in einer kleinen Runde hatten wir uns erst darüber unterhalten, ob es sich lohnt die Maut zu umfahren. Viele Navis lassen sich ja bereits so programmieren, dass man die Mautstraßen auslassen kann.
Ich bin jedoch der Meinung, dass die Kilometer, die man dafür mehr fahren muss eher zu lasten des Sprits gehen. _________________ Gruss
Schnick
Gute Frage Schnick, die man aber nicht so einfach beantworten kann.
Es kommt sich also immer auf den Preis der Maut an.
Braucht man nur eine Vignette (Österreich bisher 7,70€) dann macht es wenig Sinn, nur über Landstrassen zu fahren.
Braucht man aber in Österreich die Go-Box, dann würde ich schon Landstrasse fahren.
Die Vignette holt man im Moment noch übers tanken raus, einer hat mal ausgerechnet, vonPaussau bis Nickelsdorf (ungarische Grenze) würde die Go-Box über 70 € abbuchen.
Dann würde ich schon Landstrasse fahren, das würde sich dann auch lohnen, Zeit habe ich ja genug, und soviel mehr Spritverbrauch ist es auch nicht.
Man kann ja auch nicht die Möglichkeit ausschließen, das wir demnächst auch in D Maut zahlen müßen, fragt sich dann wie die Konditionen sind.
Ursprünglich war es ja so, das nur Privatstrassen bemautet wurden. Aber dann merkten die Länder, das man eben auch die Steuersäckel füllen kann, wenn man Strassen, die schon vom Steuerzahler bezahlt worden sind, bemautet.
Eigentlich ist das eine Sauerei _________________ WILLIPITSCHEN
Zu Außerirdischen:
"Sie leben bereits unter uns, aber wir nennen sie Ungarn."
Ich denke, das kommt auf die zu fahrende Strecke an.
In D hat sich das Thema noch nicht gestellt, in A halte ich die Maut für akteptabel, wenn man mit der 10-Tages-Vignette hinkommt (sonst 2 10-Tagesdinger holen, ist billiger als die fürs Vierteljahr), in CH läppert es sich zusammen, weil man für Auto und Anhänger jeweils 26 € löhnen muß.
Wenn es nicht zu weit auf Autobahnen dahin geht und eine gute Bundesstreße nebenan in die gleiche Richtung führt, kann man darüber nachdenken. Ich habe es noch nicht gemacht und hab mir gesagt, wenn ich 600 km fahre, um Urlaub zu machen, kommt es auf die paar Euronen auch nicht unbedingt an.
LG
Hartmut, der strolch _________________ Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl
(Herbert Grönemeyer)
Auf Nationalstrassen brauche ich je nach Streckenprofil und Anzahl der Ortsdurchfahrten 1 bis 2 Liter mehr auf 100 km. Das ist immer noch billiger als die Maut, auch wenn die Strassenstrecke länger ist als die Autobahn.
Wer Tagesetappen von 300 oder 400 km fährt, kann damit schon etwas einsparen. Meine Tagesetappen liegen bei 700 bis 1000 km auf Autobahnen (Reiseschnitt 85 km/h) bei einer Gesamtstrecke von 2500 bis 3000 km je nach Ziel. Das ist per Strasse nicht zu schaffen, man muss also mehr Zwischenübernachtungen zu Preisen von 20 bis 40 € einplanen. Da kann es schnell passieren, dass die Maut die preiswertere Variante ist.
Der Preis ist aber nicht alles. Als Rentner brauche ich eine Randbedingung nicht zu beachten: die Zeit. Wer nur 3 Wochen Urlaub hat wird also eher bereit sein einen 'D-Zugzuschlag' zu zahlen, als jemand, bei dem die Zeit keine Rolle spielt.
Ich bin mal durch die Schweiz von Basel nach Interlaken gefahren und habe mir auch die Autobahnabzocke gespart. Das war ohne Navi gar nicht so einfach - jegliche Beschilderung führte den verduzten Sparfuchs in Basel immer wieder auf die nächste Autobahn. Wenn man aber erstmal raus hat, dass man einfach immer dahin abbiegen muss wo KEIN Schild hinweist - dann findet man seinen Weg auch ohne Autobahn.
Die Zeit emfand ich nicht als "verloren" - im Gegenteil. Von der Landstraße aus gibt es viel mehr zu sehen, als von der Autobahn. Und man kann jederzeit mal anhalten, wenns irgendwo besonders schön ist... _________________
Ich denke, das kommt auf die zu fahrende Strecke an.
LG
Hartmut, der strolch
Ja das ist eben auch noch ein Argument. Wenn ich z.B. 14 Tage nach Südtirol fahre, dann müßte ich eine Vignette haben, nur für den Landecker Tunnel, der ist 10 KM lang, kostet dann der KM 77 Ct.
Da umfahre ich eben den Tunnel.
Zurück brauchte ich ja auch noch eine Vignette. _________________ WILLIPITSCHEN
Zu Außerirdischen:
"Sie leben bereits unter uns, aber wir nennen sie Ungarn."
Maut... ein Grund mehr, nicht ins benachbarte Ausland zu fahren! Also schön durch Deutschland gurcken, solange das noch umsonst ist.
Wenn es dann europaweit Maut kostet, ist es sowieso zu spät, sieh die Niederlande! _________________ LMC 750 hinten, KIA Sorento vorne!
Also wenn ich ohne Wohnwagen Richtung Innsbruck muß dann spare ich mir die Maut vom Arlbergtunnel und fahre über den Pass. Die Vignettengebühr in Österreich finde ich OK! Sobald man über die Grenze fährt merkt man dort, daß das Geld der Einnahmen zu 100 % in den Straßenbau geht. Das wird auch mit einer Maut in Deutschland niemals möglich sein! _________________ Gruß Andi
Zuletzt bearbeitet von AndiP am 08.02.2010, 20:19, insgesamt einmal bearbeitet
Also das fehlte mir noch, mein Urlaubsziel von einer Maut abhängig zu wählen. Mautgebühr gehört ebenso zu den Urlaubskosten wie Diesel oder Campingplatzgebühren. Ich fahre in Italien auch fallweise Bundesstraße wenn die Etappe kurz ist und ich Zeit habe. Aber dann der Landschaft wegen und nicht um Maut zu sparen. In Österreich ist es sowieso egal, da komme ich um eine Jahresautobahnvignette nicht herum. Denn in Wien ist auch die Stadtautobahn gebührenpflichtig und wenn ich eines von meinen Kindern besuche, muss ich da drüber. _________________ Liebe Grüße von der Stefferl, am Beifahrersitz Peter
Solange ich der Bürokratie ein Schnippchen schlagen kann, tu' ich's!
Die Straßenmaut wird sowieso irgendwann europaweit kommen, da brauch' ich mir um die Findigkeit unserer Bürokratenseelen dort in Brüssel keine Sorgen machen...
Aber solange es vermeidbar ist... Italien, Frankreich und andere mautpflichtige Länder sind auch später noch da, oder? _________________ LMC 750 hinten, KIA Sorento vorne!
Hallo Baumschupser!
Du hast wohl recht damit, dass die anderen Länder später auch noch da sind. Aber ich weiß nicht, wie alt du bist. Ich bin 66 und kann aus gesundheitlichen Gründen seit ca. 2 Jahren nicht mehr so herum fahren wie früher. Jetzt "bleibt" mir Österreich und die obere Adria. Hätte ich so gedacht wie du, wäre ich in den letzten 30 Jahren nicht einige Male nach Süditalien gefahren und mir würden viele schöne Erinnerungen fehlen. _________________ Liebe Grüße von der Stefferl, am Beifahrersitz Peter
Schade Stefferl, wenn Ungarn auch noch zu deinen Reiseziel zählte, hätten wir uns mal treffen können,, kennst du eigentlich Ingrid 1 persönlich? _________________ WILLIPITSCHEN
Zu Außerirdischen:
"Sie leben bereits unter uns, aber wir nennen sie Ungarn."
Nein willi, die kenne ich nur aus den Foren. Als ich in Pension gegangen bin, waren wir zweimal auf so Kurztrips in Ungarn, aber ohne Wohnwagen. Einmal am Plattensee und einmal in Lenti. Und zu meinem 60. bekam ich eine Budapestreise. Ja und Alsopahok, den Thermenaufenthalt bei Heviz darf ich auch nicht vergessen. Das war es aber schon. Wir sind immer Italienfahrer gewesen. Aber genau als ich in Pension ging, begann das mit meinen Atembeschwerden. Das letzte Jahr im Büro hab ich es schon gemerkt und dann wurde es immer schlechter. Aus einer Pollenallergie wurde Asthma. Und jetzt hab ich den Salat. Aber solange es mir nicht schlechter geht, muss ich zufrieden sein. Ich habe keine Entzündungen oder so etwas, mir bleibt eben nur die Luft weg. Nehme meine Sprays brav und es geht, langsam, aber es geht. _________________ Liebe Grüße von der Stefferl, am Beifahrersitz Peter
Wir haben jetzt ein größeres Wohnmobil und würden gerne mal nach Südfrankreich fahren. Aber die Maut würde auf Hin- und Rückreise 400 € kosten. Da überlegt man schon...
Zum Beispiel stattdessen über Österreich nach Kroatien zu fahren. Für mich wäre das eine Alternative, da die Maut in Österreich einfach viel günstiger ist (und das wäre ich auch bereit zu bezahlen).
Aber mein Mann besteht auf Südfrankreich. Das ist ein wirkliches Dilemma, weil ich noch keine gute Alternative gefunden habe. Das erste Drittel der Strecke geht über deutsche Autobahnen. Da gibt es keine Frage.
Lt. google-maps würden wir kaum mehr Kilometer fahren in Frankreich, aber drei Stunden länger auf Landstraßen brauchen. Nur bin ich wirklich über Autobahn schneller unterwegs? Mit dem Wohnmobil fahren wir nur 80-100 kmh. Das ist kaum mit einem PKW zu vergleichen.
Hat jemand mal diese Fahrt gemacht. (WEstdeutschland bis Nizza) und kann mir von den Erfahrungen berichten
400EUR ist schon viel Geld...wir waren letztes Jahr in Südfrankreich, allerdings mit dem Auto. Wir campen ja nun mal unter anderem auch aus Geldmangel (allerdings würde ich auch mit mehr Geld campen ), aber wir hätten uns die Mautkosten gerne gespart. Wir sind nachts gefahren, und wir wollten in einem durchkommen, da unser Auto mit 3 Kindern voll besetzt war, d. h. schnell mal stehen bleiben und schlafen war nicht. Irgendwann ging mir das auf die Nerven, man hatte nicht das Gefühl, wirklich vorwärts zu kommen. Also sind wir auf die Autobahn, die man ja in Frankreich wirklich sehr gemütlich ganz locker durchfahren kann. War froh als es vorwärts ging!! Aber wenn ich ein Wohnmobil hätte...und vielleicht auch noch ohne Kinder...ich glaube ich würde wenigstens einen Teil der Route mit Etappen ungefähr planen, dann wäre wahrscheinlich der Weg das Ziel, ohne Autobahn.
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