leider habe ich festgestellt, dass sich hier kaum Leute rumtreiben, die noch wirklich selber ihr Reisegefährt ausbauen. Ist das allgemein nicht mehr so beliebt sich etwas eigenes ab vom Standart zu schaffen? Naja immerhin gibt es hier diese Kategorie und von daher stelle ich auch meine Frage:
Mein Renault Kangoo Kastenwagen, den ich mir nackt gekauft habe, möchte ich gerne nun für die Wintermonate mit einer Isolierung und einer Heizung ausstatten.
Hat jemand Erfahrungen damit?
Bei der Islolierung hat ich an kostengünstige Isomatten einkleben gedacht. Diese kann man einfach zuschneiden und sie können im Internet z.B. 190x100x1,5 cm für 17 Euro erworben werden.
Gibt es was günstigeres, besseres?
Bei der Heizung hatte ich an eine Infrarotheuzung mit Gas als Brennstoff gedacht. Auch die kann man relativ günstig für rund 100 Euro bekommen. Weiß jemand wie lange da eine 11 Kg Flasche durchhält? Auch über die Lüftung muß ich mir ja bei einer Verbrennung Gedanken machen, möchte aber ungerne meine Isolierung wieder durchbrechen.
Vielleicht findet sich ja noch jemand, der Spass am Basteln hat. Schön wären Internetadressen für den Bezug von Materialien.
Hier sind vielleicht nicht viele, die den Wagen komplett von 0 auf ausbauen, aber doch wohl die meisten "Handwerker" im Wohnwagen-Bau..
Die Isolierung würde ich auch mit den Iso-Matten machen. Die Wärmedämmung ist mit denen einfach am besten. Die Dicke ist da massiv entscheident. 1,5cm ist nicht wirklich viel, da würde ich mir überlegen ob ich da noch etwas dazu gebe. Nimm den Wohnwagen: Da sind heute schon 2,5 bis 3 cm eigentlich die "Norm"... Klar ist allerdings, dass mit jedem cm Isolierung wertvoller Platz verloren geht.
Bei der Heizung würde ich auf eine Variante setzen, die eh für den Einbau in Bussen gedacht ist. Truma bietet hier sicher eine Alternative an. Die Belüftung der Heizung erfolgt normalerweise von unten (im Wohnwagen). Wie man das bei einem Bus bewerkstelligen kann - keine Ahnung. Ich denke mich aber zu erinnern, dass es auch eine Truma gibt, die die Luft über einen Doppelkamin ansaugen kann. Da müsste man sich mal schlau machen.
Der gasverbrauch hängt extrem von Deinem Komforbefinden und der Isolierung ab. Ebenso wie Du in dem Bus leben willst. Im vollen Winterbetrieb reicht eine 11kg Flasche bei einem Wohnwagen maximal 2 Tage. Wenn Du aber auch unterwegs bist, dann kannst Du ja die Motoheizung mit nutzen. Ich würde mir bei der Heizung auch mal das Thema Standheizung anschauen... _________________ Gruss
Schnick
Bei der Dicke der Iso-Matten bist Du sicher an die Konstruktion gebunden. Beachte aber, dass Du auch die Streben minimal isolieren musst. Sonst kann es passieren, dass diese bei Kälte Kondesnwasser ansetzen.
Pass bei der Heitung auf, was in Innenräumen erlaubt ist. Eine Gas-Infrarotheizung ist sehr gefählich. Sie verbrennt nicht nur den Sauaerstoff den wir atmen möchten sonder kann auch zu Bränden führen, da die angestrahlten Flächen sehr heiss werden. Besser hier etwas mehr investieren und ruhig schlafen. _________________ Am 19. August geht's nach Avignon, der Stadt der Päpste und dann immer weiter der Sonne nach.
Standheizungen sind was schönes, aber die Meisten kosten mehr als ich für mein Auto bezahlt habe. Ich bin Student. Eine Truma Heizung kommt aus Kostengründen wohl leider auch nicht in Frage, weil die Kleinste schon etwa 250 Euro kostet.
Bei den Infrarotheizungen gibt es ein Model von Bosch-Siemens mit Sauerstoffmangelschutz. Das hört sich ganz gut an.
http://reisen.ciao.de/Bosch_Siemens_Infrarotofen__7775318
Früher hab ich immer mit einer Matratze im Passat geschlafen. Ich bin also kalte Autos gewohnt, aber nun hab ich halt ein wenig mehr Platz für die Campingaustattung, weil der Kastenwagen ja nur zwei nach vorne klapbare Sitze hat. Ein Bett, was zum Schlafen in den Fahrerraum erweitert wird, hab ich schon gebaut.
Ganz dicht werde ich den Innenraum nicht bekommen, aber über die Streben in den Feldern hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, bin aber noch zu keinem Entschluß dies bezüglich gekommen. Kennt jemand einen guten Kleber mit dem ich die Isomatten auf das Metal kleben kann?
Es gibt einen Kleber, der auch von den Wohnmobil-Bauern und Wohwnagen-Bauern verwendet wird. Ist ebenfalls von Sika erhältlich. Dieser Kleber ist gerade für das Verkleben von Styrodur/Syropor mit Blech gedacht.
Wegen der Heizung würde ich auf keinen Fall einen Katalythofen oder eine Ifrarotofen nehmen. Der kannst Du bei Nacht nicht an lassen.
Wenn Dir die Truma zu teuer sind, wieso schaust Du nicht mal auf einem Schrottplatz vorbei? Aus einem alten Wohnwagen lässt sich so etwas mit etwas geschickt (das Du wohl hast) ausbauen und verwenden. Wichtig ist dann nur die Gasprüfung. _________________ Gruss
Schnick
Ich würde auch aus eine alte Truma zurückgreifen .
Was vieleicht auch Interesannt sein könnte ist eine Standheizung die mit Diesel läuft .
Aus einem alten LKW oder Pkw kannst dich ja mal schlau machen.
Als Isolierung würde ich es so mahcen wie du es vor hast.
Spare nicht am falschen ende. _________________
Hallo Superhappyboy,
die in deinem Link angezeigte Heizung ist für Zelte/Vorzelte gedacht.
Logischerweise haben diese Bedachungen einen viel größeren Rauminhalt und entsprechend gute Belüftung, als dein Kangoo-Laderaum, den du auch noch durch Campingeinbauten, Schlafzeug und deiner Person verkleinerst.
Dadurch ist dieses Gerät für dein Vorhaben absolut überdimensioniert!
Mein Verein benutzt solch eine Heizung, um in der kalten Jahreszeit den Clubraum zu wärmen, und das geht nicht nur schnell, sondern die in der Nähe sitzenden rücken nach einer halben Std. schon die Stühle weiter weg, um nicht zu verbrennen...
Die Idee, auf dem Schrottplatz (oder ebay ) nach einer geeigneten Standheizung, z.B. Webasto (in unseren Firmenwagen eingebaut) zu suchen, ist nicht schlecht.
Im übrigen gibt es die auch für Benziner...
Viel Glück für den weiteren Ausbau, und ich hoffe, nach ersten Testversuchen noch von dir zu hören... _________________ LMC 475 hinten, KIA Sorento vorne!
ich habe Anfang der 90'er mal einen Escort Express 55 gehabt. Das war der Kastenwagen von Ford. Den haben meine Frau und ich damals ausgebaut. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine Kinder und waren mit dem Wagen oft unterwegs.
Die Isolierung hinten im verblechten Laderaum habe ich mit 40 mm Styropor gemacht. Das Styropor mit satt Kleber an die Blechwände. Die Stege wurden dann aus dem Styropor ausgeschnitten und hatten eine Überdeckung von vielleicht 5-10mm. Das war aber mehr als ausreichend. Die Verkleidung bestand damals aus 4mm Sperrholz. Das größte Problem waren die Ausrundungen im Dachbereich. Das Sperrholz wiederum haben wir mit dünnem silbergrauem Teppichboden ausgeschlagen.
Die Liegefläche war herrausnehmbar. An den Seitenwänden waren diverse Staukästen, die die selbe Höhe hatten wie die Liegefläche. Unter der Liegefläche waren noch ca. 40 cm Platz bis zum Fußboden. Da der Boden auch aus Blech war, haben wir den mit einer 8mm Gummimatte belegt. Die Kanten der Staukästen und der Liegefläche waren alle mit Aluleisten abgekantet. Für die Belüftung wollte ich ursprünglich einen elektrischen Lüfter haben, so wie diese Dinger im Krankenwagen. Leider bin ich damals nicht fündig geworden und habe dann eine kleine Blechluke eingebaut, die auch während der Fahrt offen bleiben konnte. Diese Blechluke war auch die einzige Stelle des Ausbaues wo sich schonmal Kondenswasser sammelte. Da wir den Wagen nur in der warmen Jahreszeit eingesetzt haben, war keine besondere Heizung eingebaut. Zur Abdunkelung der Fenster hat meine Frau Vorhänge genäht die genau für jedes Fenster angepaßt waren. Diese Vorhänge wurden dann mit Klett befestigt. das hat prima geklappt und im Wagen war es schön muckelig. Die Hecktüren hinten bekamen noch eine Tönungsfolie verpaßt. Damit wir auch aussteigen konnten, mußte ich an der Hecktüre die Schlösser umbauen. Serienmäßig war dort keine Möglichkeit vorhanden die Türen von innen zu öffenen.
Als Beleuchtung haben wir kleine Halogenwandleselampen genommen. Die bekommst Du bei ATU o.ä. Auf dem Dach hatten wir eine Edelstahl Dachreling. Die hatte uns damals ein guter Freund gebaut. Dort konnte man dann z.B. die Fahrräder draufschnallen. Natürlich mit separater TÜV Abnahme.
Ein kleiner Gaskocher sowie ein 25 ltr Wasserkanister gehörten ebenfalls zur Ausstattung. Dazu kam noch etwas, wie sagt man heute, Multimedia. 250 Watt Stereoanlage, ein 12 cm Fernseher unter der Decke und ein Philips C-Netz Telefon.
Da 1992 unser Sohn Felix geboren wurde, haben wir das Projekt Escort dann leider einstellen müssen. Der Escort hatte als Zweisitzer eine LKW Zulassung und keine Möglichkeit, einen Kindersitz einzubauen.
Ich muß mal zuhause nachsehen. Da gibt's bestimmt noch ein Foto von dem Wagen.
Btw: gerade gestern Abend noch haben wir uns einen Sprinter angesehen... mit Teilverglasung und ganz hinten verblecht... Vielleicht wagen wir es nochmal... Schaun 'mer mal. _________________
Weblog: www.campingtouren.de.ms
also ich muß schon sagen, dass ich freudig überrascht bin von all den guten Tips hier.
In Sachen Isolierung hab ich mir jetzt Isomatten und Sprüh-PVC-Klebstoff bestellt.
Isomatten haben gegenüber den von eneuh benutzten Stiroporplatten den Vorteil, dass sie flexibel sind
und sich so besser an schägen Untergrund anpassen lassen. Außerdem kann ich eine Isomatte auch genauso
schneiden wie die Fenster sind und somit die großen Glasflächen auch optimal dämmen.
Die Flügeltüren vom Kangoo lassen sich auch von innen öfnen, nur den Abschließmechanismus muß ich nach innen
verlängern. Auch sonst bietet dieses Auto einiges, was den Ausbau erleichtert. Da wären z.B. die zahlreichen
Gewinde zu nehnen an denen man Hängeutensilien befestigen kann.
In Sachen Heizung bin ich noch nicht weiter gekommen. Klar gibt es Truma Heizungen oder Standheizungen
auch vom Schrotti, aber wenn ich mir so etwas fest einbaue, brauche ich um korrekt zu handeln in Deutschland
auch ein TÜV-Abnahme dafür (in viel anderen Ländern ist das Leben soviel leichter).
Also ich lass die Heizung erstmal weg und schau wie gut die Dämmung wird.
Auf Plätzen mit Strompauschale kannst Du ja einen elektrischen Lüfter nehmen.
Wichtig ist jedenfalls eine gute Lüftung. Ich habe mit meiner kleinen Blechluke gute Erfahrungen gemacht. Ansonsten hast Du am Morgen danach ein ziemlich feuchtes Auto. Schön sind diese Lüfter, die hinten in Stadtbussen verbaut sind. Die haben einen Klappe zum Schließen, laufen aber leider mit 24 Volt wenn ich nicht irre.
Btw: Die Staukästen an den Längswänden meines Escorts, eigneten sich prima als Sitzgelegenheit. Dazu mußte allerdings die Liegefläche raus. Die konnte ich aber prima unter dem Fahrzeug verstauen oder einfach auf dem Fahrzeugboden ablegen. Ein kleiner Klapptisch und schon konnte man Frühstücken. Das war ganz sinnig wenn mal schlechtes Wetter aufzog.
Die Schlafsäcke flogen dann solange auf die Vordersitze. _________________
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