Verfasst am: 27.08.2008, 09:31 Titel: Bericht vom Alpencamping Nenzing
Hier also unser Bericht vom Alpencamping in Nenzin, Vorarlberg.
Wir haben uns ja schon im Frühjahr umgeschaut, wo wir hin können. Da wir noch nie in den Bergen waren, haben wir hier in der Platzdatenbank nach Campingplätzen in Österreich und Schweiz gesucht. Unsere Wahl fiel dann auf den Terassen-Campingplatz in Nenzing im Vorarlberg
Die Fahrt war schon super. Die A7 ist ja relativ leer und so konnten wir die ca. 400km nach Österreich bequem in 6 Stunden erledigen. Eine kleine Rast haben wir gemacht in Wangen im Allgäu (Tipp von Schnick, dass es dort leckeren Leberkäse gibt -> DANKE!).
Der letzte Weg zum Campingplatz ist relativ übel. Der Platzbesitzer sagte uns extra, dass wir auf jeden Fall über Franstanz und Gampelün fahren soll. Der Routenplaner zeigt Nenzing direkt als Ausfahrt an der Autobahn an (wieso wussten wir bei unserem ersten Einkauf). Die Route geht die letzten 5 km dann sehr steil bergauf bis Gampelün und dort biegt man links ab richtung Nenzing. Sehr enge Fahrbahn!
Der Platz liegt hinter einem Waldgebiet und wir wurden freundlich dort empfangen. Wir konnten uns den Stellplatz heraussuchen und schnell war der Wagen aufgestellt. Das Ausrichten und Aufstellen des Wagens war problemlos und es gab genügend helfende Hände vor Ort.
Nach dem Aufstellen des Wohnwagens und des Vorzeltes war erst einmal einkaufen angesagt. Hierzu sind wir nach Nenzing gefahren. Dort gibt es diverse Diskounter (sowohl auch D bekannt, als auch Österreichische). Diese Stecke ist der Horror für einen Stadtmenschen!!! Die Straße so breit, dass maximal 1 Auto drauf passt. Und dies dann auf einer Länge von ca. 5km bis zum Ort. Wenn ein Auto entgegen kommt, muss für meine Verhältnisse zu eng aneinander vorbei gefahren werden (von Traktoren mit Mähwerken ganz zu schweigen). Nun wussten wir auf jeden Fall, wieso man mit dem Wohnwagen diese Strecke nicht benutzten soll.
Ausflüge haben wir natürlich genügend gemacht. Unsere Wanderungen führen uns:
- Nenzinger Himmel mit Alpe Gamp (http://nenzinger-himmel.heim.at)
- Großes Walsertal -> ja das Große!
- Mehrmals zum Lünersee (danke für die Tipps hier im Forum)
- Silvretta Stausee
- Schruns und Silbertal
Natürlich gab es auch vieeeeeeele gemütliche Stunden am Wohnwagen mit Grillen, leckerem Wein und Essen.
Leider waren die 2 Wochen viel zu schnell um. Die Rückfahrt wurde dann noch etwas getrübt, weil wir auf dem lustigen Rasthof bei Illertal etwas essen wollten. Da der Rasthof vom Hundertwasser designed wurde, haben wir die Digicam mitgenommen um ein paar Bilder zu machen. Die Kamera lag beim Essen dann bei uns auf dem Tisch und war nach ein paar Minuten verschwunden. Um die Kamera ist es ja nicht so schlimm (wir hoffen, dass die Versicherung das begleicht), aber die ganzen schönen Bilder vom Urlaub sind nun nur noch in unseren Köpfen
Das war sicher sehr schön da - ich kenne die Gegend sehr gut!
Anmerkung:
So viel ich weiß, ist die Anfahrt mit Wohnwagen sogar nur über "Gampelün" erlaubt ... und sowieso NUR so empfehlenswert!!!
U.a. auch, weil der "Bergfahrende" immer ausweichen muss - und die schmale Straße von Nenzing aus eine Rückwärtsfahrt mitunter unmöglich macht. Und wenn dann eben ein LKW (od. Traktor mit Anhänger) und ein Wohnwagengespann an den vielen engen Stellen aufeinander treffen - es immer sehr lange dauert, bis das geregelt ist.
Irgendwo steht sogar eine Fahrverbotstafel (für Wohnwagen-Anhänger) ... weiß aber nicht, wie das "Fahrverbot" gehandhabt wird.
ABER ... so, wie die "Stadtmenschen" solche engen Straßen von Nenzing aus nicht gewohnt sind, so sind die "Landmenschen" auch weniger den Stadtverkehr gewohnt ... ))) ... so hat jeder sein Schäfflein zu tragen.
DANN aber war für dich die Straße in den "Nenzinger Himmel" sicher eine kleine Angststrecke - die ist auf 16 km nur einspurig, mit steilen Felswänden mitunter ... )) ... und da macht vielen mitunter schon das Mitfahren Schwierigkeiten.
(Da kann man ja mal reinschnuppern: www.nenzinger-himmel.at )
wo steht denn, dass der Bergfahrende immer ausweichen muss?
Meines Erachtens kommt es eigentlich darauf an, wer die günstigere Möglichkeit des Ausweichens hat. Ich bin gerne gewillt dazu zu lernen.
Ich bin mal in die Tiefe des Internets gegangen und habe dabei folgendes gefunden:
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht gibt es keine Verkehrsregel, die dem bergan Fahrenden Vorrang gewährt. Praktiziert wird diese Gepflogenheit manchmal. Auf winterlichen Straßen ist jedoch, aufgrund der längeren Bremswege, mehr Rücksicht auf den zu Tal rollenden Verkehr zu nehmen.
ich denke mal, es gibt wirklich keine feste Regel. Im Sinne einer Vorschrift ist lediglich der § 1 der StVO ("gegenseitige Rücksicht") anwendbar.
Allerdings, schau mal hier rein:http://www.rechtslexikon24.net/d/bergfahrt/bergfahrt.htm
Gruß
Frank
_________________ Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten
Diese Situation ist in der deutschen StVO explizit nicht aufgeführt...........aber man kann (und sollte auch) den §1 StVO anwenden:
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
Wobei ich hier folgendes gefunden habe.
Quelle:
RDA Internationaler Bustouristik Verband.
EU Verkehr: 26.01.05 Regeln auf verschneiten Alpenstraßen, wer hat die Vorfahrt am Berg? geschrieben von: Redaktion
Begegnen sich zwei Fahrzeuge auf schmalen schneebedeckten Bergstraßen, kann es passieren, dass sie nicht aneinander vorbeikommen. In diesen kniffeligen Situationen stellt sich den Betroffenen dann unweigerlich die Frage, wer wen vorbeilassen und wer seinen Wagen zurücksetzen muss. Hier die in den klassischen Alpenländern geltenden Bestimmungen.
Österreich und Deutschland
Weil in beiden Ländern der Vorrang auf Bergstraßen nicht ausdrücklich geregelt ist, darf in Österreich und Deutschland weder der bergauf noch der talwärts Fahrende auf sein Vorrecht pochen. In aller Regel muss derjenige warten beziehungsweise zurücksetzen, dem dies aufgrund der örtlichen Verhältnisse und der Fahrzeuggröße leichter fällt. So muss beispielsweise der weitaus beweglichere Pkw einem schwer rangierbaren Bus oder Lkw ausweichen. Grundsätzlich sollten an winterlichen und oft glatten Steigungen Bergabfahrende den Bergauffahrenden die Vorfahrt lassen.
Schweiz und Frankreich
Nach dem schweizerischen und französischen Straßenverkehrsrecht muss bei gleichartigen Fahrzeugtypen bergauf fahrenden Wagenlenkern der Vorrang eingeräumt werden. Allerdings braucht der abwärts fahrende Pkw nicht zurücksetzen, wenn sich der entgegenkommende Autofahrer näher bei einer Ausweichstelle befindet. Außerdem müssen in beiden Ländern stets leichtere Fahrzeuge schwereren ausweichen. In der Schweiz haben zudem auf den "Berg-Poststraßen" –- man erkennt sie an den Zeichen mit Posthornsymbol –- Post- und Linienbusse grundsätzlich das Vorrecht.
ItalienIn Italien muss man auf Pass- und Bergstraßen Linienbussen stets den Vortritt lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bergauf oder bergab fahren. _________________ Wer lesen kann ist oft im Vorteil.
Wer hilft dem wird auch geholfen.
Wir haben uns den Platz letztes Jahr, als wir in Nüziders waren, angeschaut. Von den Sanitäreinrichtungen hat er uns sehr gut gefallen, allerdings nicht, was die Größe der Stellplätze anbelangt (es war auch ziemlich voll, da Hochsaison).
Außerdem ist uns der Betreiber auf den Keks gegangen, der wollte uns am liebsten sofort da behalten und hat seinen Platz in den höchsten Tönen gelobt. So weit, so gut - aber gleichzeitig sehr schlecht und abfällig über unseren sehr guten Platz in Nüziders (Sonnenberg) zu sprechen und den dortigen Betreiber runterzumachen, das gehört sich nicht.
Schon aus diesem Grunde würden wir dort niemals hinfahren.
Gruß
Frank
_________________ Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten
Mit dem Betreiben (Besitzer) kann ich nur bestätigen der mit seinem schleimigen Tralala. Und bei jedem der selbe Sulz.
Aber der CP ist schön ,ob er so schön ist wie beim ADAC bewertet .
Naja eben Geschmackssache,toll ist für unsere Tochter der Reitstall. _________________ et kütt wie et kütt
hallo miteinander,
wir waren vom 24.08. - 02.09. auch auf dem alpencamping und uns hat es sehr gut gefallen. über den chef + dessen personal können wir nichts negatives sagen. war alles so wie wir uns das wünschen. ist halt subjektiv
zur anfahrt zum cp sei anzumerken, dass wir mit unserem 2,5m breiten wowa bis zur ausfahrt nenzing und dann über die wirkich sehr enge zufahrt zum cp gefahren sind. diese strecke ist allerdings für wowa-gespanne nur als einbahnstr. zugelassen. ergo nur als zufahrt zum cp. was allerdings nicht ausschließt das ein lkw oder bus entgegen kommt letzteres passierte uns. abreise muss dann über gampelün erfolgen. werde bei unserem nächsten besuch, der vermutlich als kurztripp schon kommendes wochenende erfolgt, auch über gampelün anfahren.
zum cp selbst: uns hat es ausgezeichnet gefallen. die sanitäranlagen vorbildlich. negativ allerdings, dass es im herren wc-bereich nur 3 (!!) abschließbare toiletten gibt. zumindest habe ich nicht mehr gefunden. die einzelbäder im bäderhaus haben zum grossteil auch eine toilette enthalten, es ist aber nicht gestattet die einzelbäder nur zwecks toilettengang zu benutzen.
die stellplätze sind teils sehr beengt, bieten aber gerade auf den oberen platzteilen eine herrliche panoramasicht.
auch das platzeigene restaurant ist wirklich einen besuch wert. sehr gute küche und für eine urlaubsregion akzeptable preise.
empfehlenswert finden wir diesen platz aber vor allem auch wegen den vielfältigen möglichen einen ausgiebigen spaziergang machen zu können. wir sind sicherlich keine bergwanderer, aber direkt vom cp aus bestehen tolle möglichkeiten auf gut begehbaren forst- und wirtschaftswegen zu wandern. daher ist der platz auch toller ausgangspunkt für hundehalter.
hier noch eine kleine auswahl an bildern:
hier die aussicht von unserem vorzelt vorzelt aus
ein teil des campingplatzes (die sog. a-plätze ohne tv, abwasser)
eine sonnenaufgang (auch vom vorzelt aus)
der platzteil mit den komfortplätzen (unseren wowa sieht man in der ganz rechten reihe vorne )
eingangsbereich neues bäderhaus
einzelbad
"altes" waschaus
alles in allem können wir (aus unserer sicht) den cp empfehlen. vor allem für leute die kein halligalli wollen und für hundebesitzer. obwohl auch viele kinder auf dem platz waren und wir nicht den eindruck hatten diese wären gelangweilt _________________ Viele Grüsse aus dem Süden
Sendner
wir sind jetzt schon mehrere Jahre auf diesem CP und konnten feststellen, wie die "Geldgeilheit" hier überhand nimmt.
Er bewirbt seinen Platz mit kostenlosen Bädern, die er auserhalb der Hochsaison (Weihnachten,Fasching, etc.) absperrt.
Dann muss man in die alten Bäder gehn welche den Charme der späten 70ern versprühn.(Unteres haupthaus)
Ebenfalls schliesst er das obere Spülhaus zu, dann muss man mit seinen Geschirreimern sollte man auf den oberen Terassen stehn über den ganzen Platz laufen.
Das wäre an und für sich kein Problem, nur wenn es schneit dann wird nur wenig gestreut (Kies kostet Schotter), und seine Bahnerschaufel an seinem Fahrzeug bleibt 5 cm überm Boden. Eine Nacht Tauwetter drüber und es ist alles Eis !
Sollte man mal vorhaben abends in die Stube zu wollen so muss man eigentlich fast reservieren, denn es kommen sehr viele Einheimische zum essen. Spricht ja für die Küche die auch nicht schlecht ist.
Allerdings muss man entweder um 18 Uhr oder um 20 Uhr zum Essen kommen, denn der Tisch brauch am abend ja 2 Umläufe (des Umsatz wegens!).
Auch die Chefin (Gerti) strotzt nur so vor Freundlichkeit (Sarkasmus),
man kann sich "von" schreiben wenn Sie einen mal grüsst!
Seid heuer muss man scheinbar auch für die Benutzung der kleinen Sauna 5 Euro bezahlen.
Alles in allem ein schöner Platz, gepflegt ist er auch, 24 von 25 Punkte halte ich für überhöht. Man kann einfach nicht mit Spülmaschine, Sauna, Bäderhaus Werbung machen, diese dann aber entweder ausschalten, absperren oder extra abrechnen wollen.
LG
Zuletzt bearbeitet von camp.er am 22.01.2010, 08:45, insgesamt einmal bearbeitet
Das Restaurant auf dem Platz ist wirklich gut. Wie die Betreiber sind, kann ich leider nichts aktuelles dazu sagen.
Sicherlich ist aber verständlich, dass Betreiber in den Wintermonaten sehr hohe Kosten durch Strom usw. haben und diese dann auch in den Griff bekommen müssen, da sonst eben die Platzgebühren hoch wären.
Fair wäre aber, wenn man das natürlich vorher sagt, dass z.B. ein Hallenbad gesperrt ist.
Eigentlich sollte jeder Platzbesitzer den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen durch den Platz laufen. Immer freundlich Denn da stehen mehrere Dutzend bis Hundert SEINER KUNDEN!!!
Leider ist es aber in allen bereich nur menschlich, dass man auch mal einen schlechten Tag hat. Wenn das aber zur Gewohnheit wird, dann sollte man sich vielleicht einen anderen Job suchen. _________________ Gruss
Schnick
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